Annika Perner über gutes Design

Unsere Producerin und Expertin für unser Corporate Design Annika Perner über Inhalt und Form, ihre Liebe zur Typografie und wie sie unseren visuellen Auftritt durch Reduktion und Struktur optimiert.

Du bist Producerin bei uns in der Medienproduktion und Expertin für unser Corporate Design. Was brauchst Du, um kreativ zu sein?

Am Morgen ganz sicherlich einen Kaffee. Ein Klassiker, ich weiss. Aber ohne Kaffee gehen bei mir «die Lichter nicht an». Dann ein entspanntes Arbeitsumfeld, nette Kolleg*innen für einen Schnack  zwischendurch und Freiraum für ein selbstbestimmtes Arbeiten. All das habe ich hier glücklicherweise gefunden.

Auf beruflicher Ebene nutze ich diverse Inspirationsquellen, gerne auch völlig querbeet und branchenübergreifend. Einfach mal einen Begriff googeln oder Bilddatenbanken durchstöbern – gerade in Entwurfsphasen bin ich da ganz offen. Der Austausch mit anderen gibt oft auch neue Impulse und ich kann somit Gedanken weiterverfolgen, auf die ich alleine nicht gekommen wäre.

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«Gestaltungskompetenz ist auch für Bildungsmedien wichtig

Annika Perner

Was ist Deine Ausbildung und welches waren Deine beruflichen Stationen bevor Du zu Edupartner kamst? 

Ich bin eine ausgebildete Industrial Designer. Als ich in meiner ersten Anstellung bei einem Signaletikprojekt mitwirken konnte, habe ich gemerkt, dass mich Grafik und Gestaltung sehr interessieren. Diese Lust auf Mehr hat mich zu einem berufsbegleitenden Studium als Typographische Gestalterin gebracht. Typografie begeistert mich sehr. Nach Stationen bei einem Atelier für innenarchitektonische Beratung und Planung von privatem Wohnraum und Unternehmen, sowie verschiedenen Werbe- und Branding-Agenturen wechselte ich vor ein paar Jahren als Senior Grafiker auf die Unternehmensseite. Und seit März bin ich nun bei Edupartner.

Was ist für Dich gutes Design und was muss es können?

Kurz und knapp: Funktional, anwenderfreundlich, und Inhalt und Form müssen Hand in Hand gehen und einladend gestaltet sein. Gutes Design ist selbstverständlich, d.h. es muss nicht laut oder schrill sein sondern es muss attraktiv gestaltet sein. Wir sind alle Bildmenschen, heute mehr als je zuvor.

«Ein ausgewogenes Verhältnis von Inhalt und Form sind wesentliche Merkmale in der Gestaltung.»

Annika Perner

Welche Marken oder Designs bewunderst du am meisten?

Die Möbel von Ray und Charles Eames. Sie waren sehr innovativ im Umgang mit Material und Form und ihre Produkte gelten bis heute als zeitlose Designklassiker.  

In der Architektur den Novartis Campus. In meiner Zeit in Basel, als ich bei dem Möbeldesign-Atelier arbeitete, war ich oft auf dem Campus, da wir dort Büros und Gebäude ausgestattet haben. Es ist schon eindrücklich, welche Stararchitekt*innen dort bauen, in welchen Dimensionen und welche Materialien dort zum Einsatz kommen.

Und dann gibt es noch viele Menschen, die mich inspiriert haben und auf meinem Weg zum Designer begleiteten. Besonders beeindruckt hatte mich Wolfgang Weingart. Mit ihm führte ich im Rahmen meiner damaligen Abschlussarbeit zum typografischen Gestalter mehrere Interviews. Wir trafen uns in seinem Archiv in Basel. Er zeigte mir verschiedene seiner Arbeiten und wir unterhielten uns über die Schweizer Typografie und natürlich seinen enormen Einfluss auf deren Entwicklung, seine langjährige Lehrtätig an der Schule für Gestaltung in Basel und seine internationalen Vorträge. Es hat mich sehr beeindruckt. 

Wie hältst Du Dich auf dem Laufenden in Sachen Design?

Ich bin vor allen Dingen offen und interessiert. Ich gehe gerne in Ausstellungen und stöbere in den Museumsshops. Literatur und Lesen spielt eine grosse Rolle, meine Designbücher laden mich immer wieder zum darin Stöbern und Nachschlagen ein. Und natürlich habe ich neue Trends und Entwicklungen im Blick.

Du bist zuständig für die visuelle Ausgestaltung unserer Corporate Identity. Was heisst das genau?

Ich bringe sämtliche Kommunikationsmittel in ein einheitliches und harmonisches Erscheinungsbild. Das beinhaltet alle Office-Materialien wie Word und Powerpoint, Visitenkarten, E-Mail-Signaturen etc.  Ich gestalte auch sämtliche Templates in unserer Medienproduktion, wie beispielsweise das umfassende Powerpoint-Template, welches ab sofort den Mitarbeitern zur Verfügung steht.

Ein weiterer wichtiger Meilenstein war die Überarbeitung unserer Website. Ich habe den bestehenden Webauftritt komplett überarbeitet und freue mich schon sehr auf den Launch. Es ist bald so weit. 

Wie bist Du da vorgegangen?

In der Anwendung eines Corporate Designs kann sich mit der Zeit einiges verselbständigen. Ich habe also erst einmal eine Bestandsaufnahme gemacht: Eine grundlegende Überlegung war beispielsweise wie wir zukünftig noch userfreundlicher mit den vielen inhaltlichen Informationen umgehen resp. diese strukturieren? Im weiteren Gestaltungsprozess habe ich dann beispielsweise typografisch viel reduziert und alles in ein ausgewogenes Verhältnis gebracht. Die Ausarbeitung der Bildwelt spielte hierbei ebenfalls eine wichtige Rolle. Manchmal sind es grosse Veränderungen, manchmal reicht auch ein kleines Detail für eine grosse Wirkung. Das herauszufinden gehört auch zum Gestaltungsprozess. Farb-, Schrift- und Bildwelten sind nun definiert, und die Struktur der Website ist in ein konsistenteres Konzept überführt. 

Du bist seit März bei uns. Welche unserer Werte lebst Du am meisten aus?

Ich bin kreativ und neugierig. Ich liebe sowohl digital (meine Arbeit ist grösstenteils digital) und analog (das Blättern und stöbern zu aktuellen Themen und in Designbüchern). Und es ist schön, in einem Unternehmen zu arbeiten, das per se sinnhaftig ist, da es Bildung ermöglicht.

Annika Perner ist Producerin. Drei Dinge, die wir sonst noch von Annika wissen.

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