Wissensnugget:
Medienneutralität

So gelingt Content First: In dieser Folge erklärt unser Experte für multimediale Lerninhalte Roman Schurter das Prinzip der Medienneutralität und was es dafür braucht. (4/4)

Um den Content First-Ansatz zu verfolgen, müssen Inhalte medienneutral gespeichert werden, sodass sie in allen möglichen Ausgabekanälen funktionieren. Dabei gibt es ein paar Herausforderungen.

Bekannte und unbekannte Kanäle

Einige klassische Ausgabekanäle sind schnell genannt: Wir drucken Bücher und Magazine oder leiten den Inhalt zu HTML auf einer Webseite aus. Möglicherweise wird der Inhalt auch in einer Smartphone-App verwendet.

Die Ausgabekanäle können sich auch ändern oder es tauchen völlig neue Anwendungen auf. So werden die Inhalte zum Beispiel plötzlich auch für einen Chatbot verwendet. In Zukunft braucht es vielleicht Inhalte auf einer Smartwatch oder für andere Wearables wie Brillen oder Virtual-Reality-Geräte. Wir wissen nicht, was die Zukunft hier noch bringt.

Das animierte Bild zeigt, dass man aus einem Inhaltspool ganz unterschiedliche Medien bedienen kann kann: Buch, Magazin, Browser, Smartphone, Chatbot oder auch Wearables wie Glasses oder Smartwatches.

Herausforderungen in der Praxis

Für die Umsetzung der Medienneutralität gibt es einige Herausforderungen.

  • Farbräume: Beim klassischen Offset-Druck definiert man Farben im CMYK-Modus, weil dieser von den Druckmaschienen erkannt wird. Ein Webbrowser kann mit CMYK hingegen nichts anfangen. Bildmaterial muss also in einem neutralen Farbraum erfasst und dann bei der Ausgabe in einem bestimmten Medium optimiert werden.
  • Paginierung: Im gedruckten Buch wird mit fixen Seitenlayouts gearbeitet, die nummeriert sind. Das ist ein einfaches Navigationsinstrument, das aber nur im Buch funktioniert. Je nach Ausleitung braucht es die Paginierung gar nicht oder muss durch eine andere Navigation ersetzt werden.
  • Querverweise: Querverweise müssen unabhängig vom Medium funktionieren. Sie dürfen auf keinen Fall mit absoluten Zielen (z.B. dem ersten Abschnitt auf der Seite 53) arbeiten. Erst bei der Ausleitung in ein spezifisches Medium werden Querverweise in eine optimale Darstellung transformiert.
  • Video und Interaktion: Videos funktionieren in einem gedruckten Ausgabekanal schlichtweg nicht. Daher muss Video-Content so erfasst werden, dass für das gedruckte Buch eine Alternative, zum Beispiel ein Posterbild, verwendet werden kann.


Prinzip der Medienneutralität aus dem Kurs «Content First Publishing»
von Roman Schurter

Das gesamte Videotraining finden Sie auf LinkedIn Learning. Zur Nutzung von LinkedIn Learning ist ein Abonnement notwendig, das Sie 30 Tage kostenfrei testen können.

Pro-Tipp

Die vier Prinzipien von Content First

Um aus einem Inhaltspool in verschiedene Kanäle publizieren zu können muss der Content

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Adressänderung

Ich möchte ein Profisystem...

Ich möchte einsteigen...

Ich möchte gerne schnuppern...